Bauphysik

Wärmeschutz

Der Endenergieverbrauch der privaten Haushalte wird im Wesentlichen durch den Bereich Raumwärme bestimmt. Hier ergibt sich einerseits der Vorteil, dass gut erprobte Einspartechniken zur Verfügung stehen, andererseits weisen zahlreiche Energieeinsparmaßnahmen zusätzliche positive Aspekte neben der Energieeinsparung auf. Dazu gehören die Steigerung der Behaglichkeit und die verbesserten Möglichkeiten der Bausubstanzerhaltung.
  Die Kalksandstein-Industrie verfolgt bereits seit Jahrzehnten das Konzept der konsequenten Funktionstrennung der Bauteilschichten von Außenwandkonstruktionen. Die daraus resultierende individuelle Anpassungsfähigkeit von Kalksandstein-Außenwänden erweist sich dabei auch bei steigenden Anforderungen – z.B. im Bereich des Wärmeschutzes – als zukunftsorientiert.

Außenwandkonstruktionen aus Mauerwerk mit Kalksandstein

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der üblichen Außenwandkonstruktionen aus Mauerwerk mit Kalksandstein:

  • Einschalige KS-Außenwand mit Wärmedämmung
  • Zweischalige KS-Außenwand mit Kerndämmung
  • Zweischalige KS-Außenwand mit Wärmedämmung und Luftschicht
  • Einschalige KS-Außenwand mit vorgehängter hinterlüfteter Außenwandbekleidung
  • Einschalige KS-Kellerwand mit außenliegender Wärmedämmung

U-Werte von Kalksandstein-Außenwänden

Dicke des
Systems

[cm]

Dicke der
Dämmschicht

[cm]

U [W/(m2·K)]
λ [W/(m·K)]
Wandaufbau
0,0220,0240,0320,035
Grafik - Tabelle - Außenwandkonstruktionen aus Mauerwerk mit Kalksandstein.
29,5100,200,220,290,31Einschalige KS-Außenwand mit
Wärmedämm-Verbundsystem

1 cm Innenputz (λ = 0,70 W/(m·K))
17,5 cm Kalksandsteinwand, RDK 1,81)
Wärmedämmstoff nach Zulassung
~ 1 cm Außenputz (λ = 0,70 W/(m·K))
34,5150,140,150,200,22
39,5200,110,110,150,16
44,5250,090,090,120,13
49,5300,070,080,100,11
Grafik - Tabelle - Außenwandkonstruktionen aus Mauerwerk mit Kalksandstein.
41,0100,190,210,270,29Zweischalige KS-Außenwand mit Wärmedämmung
1 cm Innenputz (λ = 0,70 W/(m·K))
17,5 cm Kalksandsteinwand, RDK 1,81)
Wärmedämmung Typ WZ nach DIN 4108-10
1 cm Fingerspalt, R = 0,15
11,5 cm3) KS-Verblendschale (KS Vb RDK 2,0)1)
43,0120,160,180,230,25
45,0140,140,160,200,22
47,0162)0,130,140,180,19
49,0182)0,110,120,160,17
51,0202)0,100,110,150,16
Grafik - Tabelle - Außenwandkonstruktionen aus Mauerwerk mit Kalksandstein.
44,0100,200,220,280,30Zweischalige KS-Außenwand mit Wärmedämmung
und Luftschicht

1 cm Innenputz (λ = 0,70 W/(m·K))
17,5 cm Kalksandsteinwand (tragende Wand),
RDK 1,8 1)
Wärmedämmstoff Typ WZ nach DIN 4108-10
Luftschicht ≥ 4 cm nach DIN EN 1996-2/NA
(Mörtel auf einer Hohlraumseite abgestrichen)
11,5 cm3) KS-Verblendschale (KS Vb RDK 2,0)1)
46,0122)0,170,180,240,26
Grafik - Tabelle - Außenwandkonstruktionen aus Mauerwerk mit Kalksandstein.
31,510--0,280,30Einschalige KS-Außenwand mit hinterlüfteter
Außenwandbekleidung

1 cm Innenputz (λ = 0,70 W/(m·K))
17,5 cm Kalksandsteinwand, RDK 1,81)
Nichtbrennbarer Wärmedämmstoff Typ WAB nach
DIN 4108-10
2 cm Hinterlüftung
Fassadenbekleidung (Dicke nach Art der Bekleidung)
33,512--0,240,26
37,516--0,18

0,20 

41,520--0,150,16
46,525--

0,12 

0,13
51,530--0,100,11
Grafik - Tabelle - Außenwandkonstruktionen aus Mauerwerk mit Kalksandstein.
52,510---0,34Einschaliges KS-Kellermauerwerk mit außen liegender
Wärmedämmung (Perimeterdämmung)

36,5 cm Kalksandsteinwand, RDK 1,81)
Perimeterdämmplatten4) nach Zulassung oder
Typ PW nach DIN 4108-10
Abdichtung
57,515---0,25
62,520---0,20
67,525---0,17
52,510---0,32Einschaliges KS-Kellermauerwerk mit außen liegender
Wärmedämmung (Perimeterdämmung)

36,5 cm Kalksandsteinwand, RDK 1,41)
Perimeterdämmplatten4) nach Zulassung oder
Typ PW nach DIN 4108-10
Abdichtung
57,515---0,24
62,520---0,20
67,525---0,17
Als Dämmung können unter Berücksichtigung der stofflichen Eigenschaften und in Abhängigkeit von der Konstruktion alle genormten oder bauaufsichtlich
zugelassenen Dämmstoffe verwendet werden, z.B. Hartschaumplatten, Mineralwolleplatten.
1) Bei anderen Dicken oder Steinrohdichteklassen ergeben sich nur geringfügig andere U-Werte.
2) Bei Verwendung von bauaufsichtlich zugelassenen Ankern mit Schalenabstand ≤ 20 cm
3) 9 cm möglich, nach DIN EN 1996-2/NA
4) Der Zuschlag ∆U = 0,04 W/(m·K) nach allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen ist bereits berücksichtigt.
 
Grafik - Tabelle - U-Werte von Kalksandstein-Außenwänden.

Wärmeleitfähigkeit von Kalksandstein

Stoff

Rohdichte1)
p
[kg/m³]
Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit λ
[W/(m·K)]
Richtwert der Wasserdampf-
Diffusions-widerstandszahl2)
μ
1. Kalksandstein-Mauerwerk und Kalksandstein-Produkte
1.1. Mauerwerk aus Kalksandsteinen nach DIN V 106 und Mauerwerk aus
Kalksandsteinen nach EN 771-2 in Verbindung mit
DIN V 20000-402
1.200
1.400
0,56
0,70
5/10
1.600
1.800
2.000
2.200
0,79
0,99
1,10
1,30
15/25
1.2 Wärmetechnisch optimierte Kalksandsteine (KS-Wärmedämmsteine)
nach allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung
1.000
1.200
0,27
0,33
5/10
Wärmebrücken

Mit zukünftig steigenden Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden, bis hin zu Plus-Energie Häusern, bekommt die Betrachtung von Wärmebrücken und Luftdichtigkeit eine zunehmend größere Bedeutung.
Wärmebrücken sind einzelne Schwachstellen in Bauteilen, die gegenüber ihrer Umgebung einen erhöhten Wärmestrom aufweisen, mit folgenden möglichen Konsequenzen: 

  • Niedrigere Oberflächentemperaturen, dadurch Gefahr von Tauwasser- und Schimmelpilzbildung
  • Erhöhte Wärmeverluste, dadurch erhöhter Energiebedarf 

Wärmebrücken sind im Rahmen der EnEV über den Wärmebrückenkorrekturwert ΔUWB wie folgt zu berücksichtigen: 

  • ΔUWB= 0,10 W/(m²K) ohne rechnerischen Nachweis
  • ΔUWB= 0,05 W/(m²K) bei Planung der Details nach DIN 4108, Beiblatt 2
  • Detaillierte Berechnung der Wärmebrückenwirkung über Wärmebrückenverlustkoeffizienten (ψ-Werte)

Außengedämmte Wände aus Kalksandstein sind nahezu wärmebrückenfrei.

Mit dem Online KS-Wärmebrückenkatalog lässt sich der detaillierte Wärmebrückennachweis auf einfache Art und Weise führen.
Die Werte im Kalksandstein Wärmebrückenkatalog sind mit den Bezugsmaßen nach DIN V 18599 berechnet und liegen damit auf der sicheren Seite. Sie können für Bilanzierungen nach DIN V 18599, DIN V 4108-6 und PHPP verwendet werden.

Verringerung der Wärmebrückenwirkung durch KS-Wärmedämmsteine

Durch die Verwendung des KS-Wärmedämmsteins (auch wärmetechnisch optimierter Kalksandstein bzw. KS-ISO-Kimmstein), mit hohen Steindruckfestigkeitsklassen, kann das Prinzip der umlaufenden Dämmebene am unteren Gebäudeabschluss auch bei großen Gebäuden annähernd eingehalten werden. Dies führt nicht nur zu einer deutlichen Verbesserung der Wärmebrückensituation, sondern gewährleistet auch die hohen Mauerwerksdruckfestigkeiten nach DIN EN 1996/NA in Verbindung mit Brand- und Schallschutz.

Luftdichtheit

Die Luftdichtheit der Gebäudehülle ist ein wichtiger Bestandteil des Wärmeschutzes. Denn durch einen zu starken Wärmeaustausch kann es an den undichten Stellen zu Tauwasserbildung und damit zu Schimmelpilzbefall und weiteren Schäden kommen. 
Hinsichtlich der Luftdichtheit ist der Mauerwerksbau mit Kalksandstein aufgrund seiner einfacheren und weniger fehleranfälligen Details im Vorteil gegenüber Leichtbauweisen, weil die Luftdichtheitsschicht schon durch einen einlagigen Innenputz hergestellt wird.

Fördermöglichkeiten

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert Investitionen zur Errichtung von Energiesparhäusern. 
Die Förderung wird als zinsgünstiges Darlehen mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren und max. fünf tilgungsfreien Anlaufjahren gewährt und ist für private Investoren über die Hausbank oder Sparkasse erhältlich. 
Die Förderbedingungen für Energieeffizienzhäuser 55,  Energieeffizienzhäuser 40 und Energieeffizienzhäuser 40 Plus finden sich im KfW-Programm 153 „Energieeffizient Bauen“ wieder. Für die Errichtung und den Ersterwerb von Energieeffizienzhäusern werden - gestaffelt nach dem rechnerischen Primärenergieverbrauch – zinsgünstige Darlehen und Tilgungszuschüsse gewährt.

Sommerlicher Wärmeschutz

Ein guter sommerlicher Wärmeschutz gewährleistet, dass auch während starker Hitzeperioden die Raumtemperaturen in Gebäuden behaglich kühl gehalten werden. Massive, wärmespeichernde Kalksandsteine verhalten sich besonders günstig. Rohdichteklassen ≥ 1,8 in Kombination mit Stahlbetondecken (ohne innenseitige wärmetechnische Bekleidung) werden im Nachweis bei Wohngebäuden pauschal als schwere Bauart eingestuft. 
Gegenüber Leichtbaukonstruktionen ergeben sich selbst ohne Nachtlüftung um mehr als 4°C niedrigere maximale Raumtemperaturen. Der natürliche Wärmespeicher Kalksandstein entzieht der Raumluft überschüssige Wärme und speichert sie. Er reduziert so die maximale Innentemperatur und sorgt somit im Sommer für mehr Wohn- und Arbeitsqualität in einem angenehmen Raumklima.
Damit zu Wohn- und ähnlichen Zwecken dienende Gebäude im Sommer möglichst ohne Anlagentechnik zur Kühlung auskommen und zumutbare Temperaturen nur selten überschritten werden, darf der raumbezogene Sonneneintragskennwert gemäß DIN 4108-2:2013-02 den Höchstwert Szul nicht überschreiten. Der Nachweis muss für sogenannte "kritische Räume", die besonders stark der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, geführt werden. Kritisch wirken sich z.B. große süd- oder westorientierte Fensterflächen, geringe Wärmespeicherfähigkeit der Bauteile und mangelnde Möglichkeit der Nachtlüftung aus. Eckräume mit mehreren Fassaden sind besonders problematisch.
Mit dem KS-Nachweisprogramm für den sommerlichen Wärmeschutz ist dieser Nachweis einfach und sicher zu führen.

Schallschutz

Schutz vor Lärm ist von großer Bedeutung für Wohlbefinden und Gesundheit. Das gilt nicht nur zu Hause, wo Menschen entspannen und ausruhen möchten, sondern auch am Arbeitsplatz. Hier können die Belastungen besonders hoch sein, wenn zum Beispiel laute und leise Tätigkeiten parallel ablaufen.

 
Der bauliche Schallschutz

Bei der Bemessung des Schallschutzes war es in DIN 4109 Tradition, im Massivbau die Schallübertragung über Nebenwege nicht gesondert zu betrachten.
Der unterschiedliche Stand der aktuellen Regelwerke ist für die Planungspraxis ein äußerst unbefriedigender Zustand und es wäre zu wünschen, dass eine Harmonisierung zwischen den verschiedenen Regelwerken und Empfehlungen erfolgen würde. Da dies in absehbarer Zeit jedoch nicht zu erwarten ist, werden für Gebäude aus Kalksandstein Empfehlungen gegeben, die für die privatrechtliche Vereinbarung des Schallschutzes herangezogen werden können. Diese Empfehlungen weisen gegenüber den zuvor beschriebenen Regelwerken den Vorteil auf, dass sie die Leistungsfähigkeit der konkreten Bauweise widerspiegeln und durch einen in der Regel wahrnehmbaren Unterschied zum Mindestschallschutz eine möglichst hohe Rechtssicherheit bieten.
In jedem Fall bieten schwere, massive Mauerwerkswände aus Kalksandstein hervorragende Eigenschaften, um den gewünschten Schallschutz zielsicher zu erreichen.
 

Regelwerke

DIN 4109-1:1989-11

Die DIN 4109 - Schallschutz im Hochbau - Ausgabe November 1989, ist als Technische Baubestimmung eingeführt und enthält die Anforderungs- und Bewertungsgrundlage für den baulichen Schallschutz, der zur Wahrung des Gesundheitsschutzes notwendig ist.
Werden die aufgeführten Grundsätze und Ausführungsanweisungen beachtet, ist der nach dem Bauordnungsrecht geschuldete Mindestschallschutz eingehalten. Dies bedeutet aber nicht, dass bei Einhaltung der Anforderungen keine Belästigungen mehr auftreten können.

Beiblatt 2 zu DIN 4109:1989-11
Das Beiblatt 2 zur DIN 4109 enthält - über den Geltungsbereich der DIN 4109 hinausgehend - Vorschläge für einen erhöhten Schallschutz gegen Schallübertragung aus einem fremden Wohn- oder Arbeitsbereich und Empfehlungen für den Schallschutz im eigenen Wohn- und Arbeitsbereich.

Die Vorschläge oder Kennwerte für einen erhöhten Schallschutz bedürfen einer besonderen vertraglichen Vereinbarung und werden erst dann zu Anforderungen.

E DIN 4109:2016-07
DIN 4109-1:1989 wurde komplett überarbeitet und der Weißdruck im Juli 2016 verabschiedet. Bei den Anforderungswerten wird es keine wesentlichen Änderungen geben. Im Nachweisverfahren, das auf dem europäischen Berechnungsverfahren der DIN EN 12354 beruht, ändert sich jedoch die Bedeutung der flankierenden Bauteile und Stoßstellen erheblich.

Wir empfehlen für eine detaillierte Berechnung den KS-Schallschutzrechner.

VDI-Richtlinie 4100:2007
Die VDI-Richtlinie - Schallschutz von Wohnungen - Kriterien für Planung und Beurteilung wurde vom Verein Deutscher Ingenieure veröffentlicht und definiert drei Schallschutzstufen für die Beurteilung unterschiedlicher Qualitäten des baulichen Schallschutzes. Durch die Zuordnung der Schallschutzstufen zu üblichen Baubewertungsstufen lässt sich die Qualität einer Wohnung in puncto Schallschutz in Bauverträgen festlegen und als wertsteigernde Eigenschaft beschreiben und kommt demnach im Rahmen zivilrechtlicher Vereinbarungen zur Anwendung.

VDI-Richtlinie 4100:2012
In der überarbeiteten VDI-Richtlinie werden ebenfalls drei Schallschutzstufen festgelegt, die mit der VDI-Richtlinie:2007 nicht vergleichbar sind. Das Anforderungskonzept wurde auf so genannte nachhallzeitbezogene Kenngrößen umgestellt.Anforderungen, die über die Schallschutzstufe I der VDI 4100:2012 hinausgehen, sollten nur dann vertraglich vereinbart werden, wenn im Planungsstadium die sichere konstruktive Umsetzung aufgezeigt werden kann.

Anforderungen und Empfehlungen zum baulichen Schallschutz

E DIN4109-1:2016

DIN

4109:1989

Beiblatt 2 zu

DIN 4109:

Empfehlung

Kalksandstein-
industrie1)

VDI 4100:2007VDI 4100:2012
SSt
I
SSt
II
SSt
III
SSt
I
SSt
II
SSt
III
Rand-
bedingungen
AnwendungsgebietMindestschallschutz
Bauaufsichtlich relevante
Anforderungen
Empfehlungen für einen erhöhten Schallschutz (Vorschläge für vertragliche Vereinbarungen)
Schutzbedingte RäumeAufenthaltsräumeRäume mit
Grundflächen ≥ 8 m2
AnforderungskenngrößenR’w / L’n,w / LAF,max,nDnT,w / L’nT,w / LAF,max,nT
Anforderungen/
Empfehlungen

Mehr-
 familien-
haus

Luftschallübertragung horizontal53535556535659565964
Luftschallübertragung vertikal54545557545760
Trittschallübertragung Decken50534646534639514437
Trittschallübertragung Treppen53584646585346
Luftschallübertragung Tür:
Treppenhaus – Flur
272)272)272)322)------

Luftschallübertragung Tür:
 Treppenhaus – Aufenthaltsraum

372)372)--3)------
Gebäudetechnische Anlagen3030-27303025302724
Reihen-/
Doppel-
haus

Luftschallübertragung
 (unterstes Geschoss)

59576767576368656973

Luftschallübertragung (alle anderen Geschosse)

62
Trittschallübertragung Decken41483838484134463932
Trittschallübertragung Bodenplatte4641
Trittschallübertragung Treppe465346464)534639
Gebäudetechnische Anlagen3030-25302520302522

1) Für den Schutz gegen Außenlärm werden die Anforderungen von DIN 4109 empfohlen. Für den erhöhten Schallschutz raumlufttechnischer Anlagen wird für den Geräuscherzeuger LAFeq,nT ≤ 22 dB (A)  empfohlen.
2) Schalldämm-Maß Rw
3) Bei erhöhten Anforderungen an den Schallschutz wird diese Art der Grundrissgestaltung nicht empfohlen.
4) Mit schalltechnisch entkoppelten Treppen sind deutlich geringere Werte möglich.

 
Grafik - Tabelle - Anforderungen und Empfehlungen zum baulichen Schallschutz.
Schallschutz gegen Außenlärm

Anforderungen

Zum Schutz gegen Außenlärm werden Anforderungen an die Außenbauteile von Aufenthaltsräumen gestellt. Dazu soll deren Schalldämmung so hoch sein, dass der eindringende Lärm einen zumutbaren Schallpegel nicht überschreitet. Falls Außenbauteile aus mehreren Teilflächen unterschiedlicher Schalldämmung bestehen (z.B. Wände, Fenster, Türen, Rollladenkästen, Lüftungseinrichtungen), gelten die Anforderungen an das aus den einzelnen Schalldämm-Maßen der Teilflächen berechnete gesamte Schalldämm-Maß.

Anforderungen an die Luftschalldämmung zwischen Außen und Räumen in Gebäuden

Zeile

Lärm-
 pegel-
bereich

"Maß-
geblicher
Außenlärm-
pegel"


[dB(A)]
Raumarten
Betten-
räume in
Kranken-
anstalten
und
Sanatorien
Aufenthaltsräume
in Wohnungen,
Übernachtungs-
räume in Beher-
bergungsstätten,
Unterrichtsräume
und Ähnliches

Büro-
 räume1)
und
Ähnliches

erf. R‘w,ges des Außenbauteils
1Ibis 553530-
2II56 bis 60353030
3III61 bis 65403530
4IV66 bis 70454035
5V71 bis 75504540
6VI76 bis 802)5045
7VII≥ 802)2)50
1) An Außenbauteile von Räumen, bei denen der eindringende Außenlärm aufgrund der in den Räumen ausgeübten Tätigkeiten nur einen untergeordneten Beitrag zum Innenraumpegel leistet, werden keine Anforderungen gestellt.
2) Die Anforderungen sind hier aufgrund der örtlichen Gegebenheiten festzulegen.
 

Wenn Außenbauteile unterschiedlich zur maßgeblichen Lärmquelle orientiert sind, müssen die Anforderungen jeweils separat angewendet werden.

Eine Ausrichtung nur am bewerteten Schalldämm-Maß Rw entspricht zwar der derzeitigen Praxis, die auch dem Nachweis der DIN 4109 für den Außenlärm entspricht, gewährleistet aber nicht in jedem Fall den sinnvollsten Schallschutz gegen Außenlärm.
Zur Bestimmung der schalltechnischen Eigenschaften von einschaligen KS-Außenwänden kann der KS-Schallschutzrechner verwendet werden.

Brandschutz

Bei Verwendung von Kalksandstein ist der Brandschutz automatisch enthalten und damit sichergestellt. Kalksandstein Mauerwerk ist aufgrund seiner Herstellung und Zusammensetzung nicht brennbar und hat hinsichtlich der Tragfähigkeit – Standsicherheit im Brandfall – und des Raumabschlusses ein sehr günstiges Brandverhalten.

Bauaufsichtliche Anforderungen

Der Brandschutz wird ausführlich in allen 16 Landesbauordnungen (LBO) geregelt. Die generelle Forderung der Musterbauordnung (MBO) lautet:

  • „Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und
  • bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie
  • wirksame Löscharbeiten möglich sind.“

In einzelnen Abschnitten der LBO werden dann die brandschutztechnischen Anforderungen an die Bauteile und Baustoffe – heute Bauprodukte – geregelt.
Im Sinne des Baurechts und auch nach DIN EN 1996-1-2, entnommen aus DIN 4102-4, werden die in einem Bauwerk vorhandenen Wände brandschutztechnisch in verschiedene Arten eingeteilt.

Tragende, raumabschließende Wände sind überwiegend auf Druck beanspruchte Bauteile, die im Brandfall die Tragfähigkeit gewährleisten müssen und außerdem die Brandübertragung von einem Raum zum anderen verhindern, z.B. Treppenraumwände, Wohnungstrennwände, Wände zu Rettungswegen oder auch Brandabschnittstrennwände. Sie werden im Brandfall nur einseitig vom Brand beansprucht.

Tragende, nichtraumabschließende Wände sind überwiegend auf Druck beanspruchte Bauteile, die im Brandfall ausschließlich die Tragfähigkeit gewährleisten müssen, z.B. tragende Innenwände innerhalb eines Brandabschnittes (einer Wohnung). Außenwandscheiben mit einer Breite ≤ 1,0 m oder Mauerwerkspfeiler sowie kurze Wände zählen ebenfalls dazu und werden im Brandfall zwei-, drei- oder vierseitig vom Brand beansprucht.

Nicht tragende Wände sind Bauteile, die auch im Brandfall überwiegend nur durch ihr Eigengewicht beansprucht werden und auch nicht der Knickaussteifung tragender Wände dienen; sie müssen aber auf ihre Fläche wirkende Windlasten auf die tragenden Bauteile abtragen. Nicht tragende Wände sind in brandschutztechnischer Hinsicht grundsätzlich raumabschließend.

Brandwände und Komplextrennwände sind raumabschließende Bauteile, an die erhöhte Anforderungen hinsichtlich des Brandschutzes gestellt werden.

Die Tragwerksbemessung für den Brandfall erfolgt nach Teil 1-2 des Eurocodes 6 in Verbindung mit dem Nationalen Anhang (DIN EN 1996-1-2:2011-04 und DIN EN 1996-1-2/NA:2013-06). 

Kalksandstein gehört zu den nicht brennbaren Baustoffen und entspricht der europäischen Klasse A1.

Konstruktionen mit einer Länge von mindestens einem Meter werden aus brandschutztechnischer Sicht als Wände klassifiziert. Die Rohdichteklasse der verwendeten Kalksandsteine ist bei der Einstufung in die Feuerwiderstandsklassen unbedeutend.

Bauaufsichtliche Benennung für Bauteile (hier: Wände) und Klassifizierung gemäß DIN 4102-2

Bauaufsichtliche BenennungKurzbeschreibungBenennung nach DIN 4102
FeuerhemmendF 30-BFeuerwiderstandklasse F 30
Feuerhemmend und in den tragenden Teilen aus nicht-brennbaren BaustoffenF 30-ABFeuerwiderstandsklasse F 30 und in den wesentlichen Teilen aus nichtbrennbaren Baustoffen
HochfeuerhemmendF 60-BA 1)Feuerwiderstandsklasse F 60 und in den tragenden Teilen aus brennbaren Baustoffen mit brandschutztechnisch wirksamer Bekleidung
FeuerbeständigF 90-ABFeuerwiderstandklasse F 90 und in den wesentlichen Teilen aus nichtbrennbaren Baustoffen
Feuerbeständig und aus nichtbrennbaren BaustoffenF 90-AFeuerwiderstandsklasse F 90 und aus nichtbrennbaren Baustoffen
1) Brandschutztechnisch wirksame Bekleidung bedeutet, nichtbrennbare Bekleidung K 60 nach DIN EN 13501-2. Am Holz dürfen nicht mehr als 300 °C auftreten, damit es nicht zu brennen anfängt.

Bauaufsichtliche Benennung und Klassifizierung von Wänden nach DIN EN 13501-2

Bau-
aufsichtliche
Benennung
Tragende WändeNicht
trangende
Innen-
wände
Nicht
tragende
Außen-
wände

Wände mit
Stoßbean-
 spruchung
tragend /
nicht tragend

nicht-
raum-
abschließend

raum-
 abschließend

FeuerhemmendR 30REI 30EI 30E 30 (i → o) und
E 30-ef (i ← o)
REI-M 301)
EI-M 301)
Hochfeuer-
hemmend
R 60REI 60EI 60E 60 (i → o) und
E 60-ef (i ← o)
REI-M 601)
EI-M 601)
FeuerbeständigR 90REI 90EI 90E 90 (i → o) und
E 90-ef (i ← o)
-
Brandwand----REI-M 90
EI-M 90

Feuerwiderstands-
 dauer 120 min.

R 120REI 120EI 1201)-REI-M 1201)
EI-M 1201)
1)Nach Industriebaurichtlinie
 

Erläuterungen einiger Klassifizierungskriterien und der zusätzlichen Angaben zur Klassifizierung des Feuerwiderstands nach DIN EN 13501-2

Herstellung
des Kurzzeichens
KriteriumAnwendungsbereich
R (Résistance)TragfähigkeitZur Beschreibung der Feuerwiderstandsfähigkeit
E ((Etanchéité)Raumabschluss
I (Isolation)Wärmedämmung (unter Brandeinwirkung) – Temperaturkriterium
auf der feuerabgewandten Wandoberfläche
W (Radiation)Begrenzung des Strahlungsdurchtritts
M (Mechanical)Mechanische Einwirkung auf Wände (Stoßbeanspruchung)

Auszug aus der Bauregelliste 2012/2

Tabellarische Nachweise
Nicht tragende, raumabschließende Wände

Kriterien EI aus Kalksandstein-Mauerwerk nach DIN EN 1996-1-2/NA für Kalksandsteine nach DIN EN 771-2 in Verbindung mit DIN V 20000-402 bzw. DIN V 1061 

Stein/ MörtelartMindestwanddicke [mm] zur Einstufung in die Feuerwiderstandsklasse EI in (Minuten) tfi,d
306090120180
Voll-, Loch, Block-, Hohlblocksteine
(auch als Plansteine)
mit Normalmauer- und Dünnbettmörtel
115
(115)
115
(115)
115
(115)
115
(115)
175
(140)2)
Planelemente und Fasensteine
mit Dünnbettmörtel
100
(100)
115
(115)
175
(115)
Bauplatten mit Dünnbettmörtel 70
(50)
70
​(70)
100
​(70)
Ergänzung nach DIN 4102-4Mindestdicke d [mm] für die Feuerwiderstandsklasse-Benennung
F 30-AF 60-AF 90-AF 120-AF180-A
Voll-, Loch, Block-, Hohlblocksteine
mit Normalmauer- und Dünnbettmörtel
70
(50)
3)
(70)
3)
(100)
3)
3)
3)
3)
Plansteine, Planelemente, Fasensteine
und Bauplatten mit Dünnbettmörtel
70
(50)
70
(70)
100
(70)
3)
3)
3)
3)
Die Klammerwerte in den Tabellen gelten für Wände mit geeignetem beidseitigem Putz z.B. Gipsputzmörtel nach EN 13279-1 oder Leichtputze LW oder T nach EN 998-1.
1) Die Werte gelten für Wandhöhen h ≤ 6 m und für Schlankheit lcc = hef/tef ≤ 40 nicht tragender Wände.
2) Bei Plansteinmauerwerk mit Putz gilt tfi ≥ 115 mm
3) Nicht tragende Wände mit Wanddicken ≥ 115 mm sind in DIN EN 1996-1-2/NA geregelt.
 
Tragende, raumabschließende Wände

Kriterien REI aus Kalksandstein-Mauerwerk nach DIN EN 1996-1-2/NA für Kalksandsteine nach DIN EN 771-2 in Verbindung mit DIN V 20000-402 bzw. DIN V 106

AusnutzungsfaktorMindestwanddicke tF [mm] zur Einstufung in die Feuerwiderstandsklasse REI in (Minuten) tfi,d
306090120180240
Voll- und Blocksteine (auch als Plan- oder Fasensteine) sowie Planelemente unter Verwendung von Normalmauermörtel und Dünnbettmörtel
α6,fi ≤ 0,15115
(115)
115
(115)
115
(115)
115
(115)
150
(140)
-
α6,fi ≤ 0,42140
(150)
175
(140)
-
α6,fi ≤ 0,70150
(140)
200
(175)
-
Alternativ: αfi ≤ 0,70150
(115)
150
(150)
175
(150)
240
(175)
-
Bei flächig aufgelagerten Massivdecken (Auflagertiefe = Wanddicke)
115
(115)
1501)
(115)
150
(115)
150
(115)
175
(150)
Loch- und Hohlblocksteine (auch als Plan- oder Fasensteine) unter Verwendung von Normalmauermörtel und Dünnbettmörtel
α6,fi ≤ 0,15115
(115)
115
(115)
115
(115)
115
(115)
175
(140)
-
α6,fi ≤ 0,42140
(115)
200
(140)
-
α6,fi ≤ 0,70200
(140)
240
(175)
-
1) Bei αfi ≤ 0,6 tF ≥ 115 mm
Die Klammerwerte in den Tabellen gelten für Wände mit geeignetem beidseitigem Putz z.B. Gipsputzmörtel nach EN 13279-1 oder Leichtputze
LW oder T nach EN 998-1.
α6,fi = Ausnutzungsfaktor nach 3.6.2 (entspricht einer Umrechnung auf den Stand nach DIN 4102-4 mit geprüften Auflasten nach DIN 1053-1,
vereinfachtes Verfahren)
αfi = 0,70 entspricht der vollen Ausnutzung bei der Kaltbemessung nach DIN EN 1996-1-1/NA mit αfi = NEd,fi /NRd = 0,7 · NEd /NRd
Die Werte dieser Tafel gelten auch für die Mindestdicke der Einzelschalen von tragendem zweischaligem Mauerwerk mit einer belasteten Schale
(zweischalige Außenwände).
 
Tragende, nichtraumabschließende einschalige Wände Länge >1,0 m

Kriterium R aus Kalksandstein-Mauerwerk nach DIN EN 1996-1-2/NA für Kalksandsteine nach DIN EN 771-2 in Verbindung mit DIN V 20000-402 bzw. DIN V 106

AusnutzungsfaktorMindestwanddicke tF [mm]
zur Einstufung in die Feuerwiderstandsklasse R in (Minuten) tfi,d
306090120180
Voll-, Block-, Loch- und Hohlblocksteine unter Verwendung von Normalmauermörtel
α6,fi ≤ 0,15115
(115)
115
(115)
115
(115)
140
(115)
150
(140)
α6,fi ≤ 0,42140
(115)
150
(115)
150
(140)
α6,fi ≤ 0,70150
(150)
175
(150)
Plansteine, Planelemente und Fasensteine unter Verwendung von Dünnbettmörtel
α6,fi ≤ 0,15115
(115)
115
(115)
115
(115)
140
(115)
150
(140)
α6,fi ≤ 0,42150
(115)
150
(140)
α6,fi ≤ 0,70150
(150)
175
(150)
Aternativ: αfi ≤ 0,70150175200240300
Die Klammerwerte in den Tabellen gelten für Wände mit geeignetem beidseitigem Putz z.B. Gipsputzmörtel nach EN 13279-1 oder Leichtputze
LW oder T nach EN 998-1.
α6,fi = Ausnutzungsfaktor  (entspricht einer Umrechnung auf den Stand nach DIN 4102-4 mit geprüften Auflasten nach DIN 1053-1, vereinfachtes Verfahren)
αfi = 0,70 entspricht der vollen Ausnutzung bei der Kaltbemessung nach DIN EN 1996-1-1/NA mit αfi = NEd,fi /NRd = 0,7 · NEd /NRd
 
Tragende, nichtraumabschließende Pfeiler und einschalige Wände Länge ≤ 1,0 m

Kriterium R aus Kalksandstein-Mauerwerk nach DIN EN 1996-1-2/NA für Kalksandsteine nach DIN EN 771-2 in Verbindung mit DIN V 20000-402 bzw. DIN V 106

AusnutzungsfaktorWanddicke
[mm]
Mindestwandlänge [mm] lF zur Einstufung in die Feuerwiderstandsklasse R
in (Minuten) tfi,d
306090120180
Alle Kalksandsteine unter Verwendung von Normalmauermörtel oder Dünnbettmörtel
α6,fi ≤ 0,42115365490(615)(990)-3)
150300300300365898
175240240240240365
240175175175175300
α6,fi ≤ 0,70115(365)(490)(730)-3)-3)
150300300300490-3)
1752402403001)2)3001490
240175175240240365
Alternativ für Planelemente mit Dünnbettmörtel
αfi ≤ 0,70115-3)-3)-3)-3)-3)
150(897)(897)-3)-3)-3)
175615730(879)-3)-3)
240365490(615)(730)(879)
Die Klammerwerte in den Tabellen gelten für Wände mit geeignetem beidseitigem Putz z.B. Gipsputzmörtel nach EN 13279-1 oder Leichtputze
LW oder T nach EN 998-1.
1) Bei hk/d ≤ 10 darf lF =240 mm betragen.
2) Bei Verwendung von Dünnbettmörtel und hk/d ≤ 0,15 darf lF = 240 betragen.
3) Die Mindestlänge ist lF ≥ 1,0 m; Bemessung bei Außenwänden nach Tafel 23; sonst als nicht raumabschließende Wand nach Tafel 24
α6,fi = Ausnutzungsfaktor nach 3.6.2 (entspricht einer Umrechnung auf den Stand nach DIN 4102-4 mit geprüften Auflasten nach DIN 1053-1,
vereinfachtes Verfahren)
αfi = 0,70 entspricht der vollen Ausnutzung bei der Kaltbemessung nach DIN EN 1996-1-1/NA mit αfi = NEd,fi /NRd = 0,7 · NEd /NRd
 
Tragende und nicht tragende, raumabschließende Brandwände

Kriterium REI-M und EI-M und Komplextrennwände aus Kalksandstein-Mauerwerk nach DIN EN 1996-1-2/NA für Kalksandsteine nach DIN EN 771-2 in Verbindung mit DIN V 20000-402 bzw. DIN V 106

Steinrohdichteklasse
[–]

Mindestwanddicke [mm] tF zur Einstufung in die
Feuerwiderstandsklassen REI-M und EI-M in (Minuten) tfi,d
30, 60, 90
1-schalige Ausführung2-schalige Ausführung
Voll-, Block-, Loch- und Hohlblocksteine (auch als Plan- oder Fasensteine)
unter Verwendung von Normalmauermörtel und Dünnbettmörtel
≥1,81751)2 x 1501)
≥1,42402 x 175
≥0,93002 x 200 (2 x 175)
≥0,8300 2 x 240 (2 x 175)
Planelemente
unter Verwendung von Dünnbettmörtel
≥1,81752)2 x 1502)
200 2 x 175
Komplextrennwände
(F 180 + Stoßbelastung 4.000 Nm)
Alle Kalksandsteine
mit allen Mörtelarten (≥ NM II)
3652 x 240 
Plansteine, Planelemente
(SFK ≥ 12 / RDK ≥ 1,6)
mit Dünnbettmörtel
240-
Vollsteine, Blocksteine
(SFK ≥ 12 / RDK ≥ 1,8)
mit NM III
240-
Mauertafeln nach Z-17.1-338
mit NM III
240-
Die Klammerwerte in den Tabellen gelten für Wände mit geeignetem beidseitigem Putz z.B. Gipsputzmörtel nach EN 13279-1 oder Leichtputze
LW oder T nach EN 998-1.
1) Bei Verwendung von Dünnbettmörtel und Plansteinen
2) Mit aufliegender Geschossdecke mit mindestens REI 90 als konstruktive obere Halterung
Ausführungsdetails

Für spezielle Ausbildungen (z.B. Anschlüsse, Fugen etc.) sind zusätzlich die Anwendungsregeln nach DIN 4102-4 (neu) zu beachten, sofern der Eurocode 6 dazu keine Angaben enthält.

Seitliche Wandanschlüsse für nicht tragende Innenwände unter Berücksichtigung von Statik, Brand- und Schallschutz

Anschlussdetails
Fuge ≤ 30 mm
StatikSchallschutzBrandschutz1)

Anschlüsse im eigenen Wohnbereich
Mauerwerk mit NM oder DM

Grafik - Tabelle / Planung / Bauphysikalische Anforderungen / Brandschutz.
Starr gehalten 

durch Maueranker und vollflächig vermörtelte Anschlussfuge mit NM oder DM

Schalltechnisch biegesteif und dicht

Bei Baustoffen mit unterschiedlichen Verformungsverhalten oder nicht vollflächiger Vermörtelung ist ggf. eine Entkopplung und Undichtigkeit anzunehmen. 

Anschlussfuge voll vermörtelt mit NM oder DM

F 90 bzw. EI 90 ab Wanddicke ≥ 100 mm und Wanddicke 70 mm mit beidseitig 10mm Putz; sonst F 60 bzw. EI 60

Anschlüsse im eigenen Wohnbereich
​Mauerwerk mit NM oder DM 

Grafik - Tabelle 2 / Planung / Bauphysikalische Anforderungen / Brandschutz.

Gelenkig gehalten

durch in Ankerschiene eingelegte Maueranker

Schalltechnisch weitestgehend entkoppelt

bei Einlage von z.B. Kork-, Mineralfaserstreifen, bzw. Streifen aus bitumenimprägnierter Wollfilzpappe2)

Schalltechnisch dicht

mit beidseitigem elastischem Fugendichtstoff


 

Dämmschicht nichtbrennbar

Schmelzpunkt ≥ 1.000 °C
Rohdichte ≥ 30kg/m3

F 90 bzw. EI 90 ab Wanddicke ≥ 100 mm und Wanddicke 70 mm mit beidseitig 10 mm Putz; sonst F 60 bzw. EI 60

Anschlüsse im eigenen Wohnbereich
Bewegliche Maueranker für DM-Mauerwerk

Grafik - Tanelle 3 / Planung / Bauphysikalische Anforderungen / Brandschutz.

 

Starr gehalten
 durch Wandanker

Grafik - Tabelle 5 / Planung / Bauphysikalische Anforderungen / Brandschutz.

Gelenkig gehalten
durch Halteanker

Grafik - Tabelle 5 / Planung / Bauphysikalische Anforderungen / Brandschutz.

Schalltechnisch weitestgehend entkoppelt

bei Halteankern und Einlage von z.B. Kork-, Mineralfaserstreifen, bzw. Streifen aus bitumenimprägnierter Wollfilzpappr2)

Schalltechnisch dicht

mit beidseitigem elastischem Fugendichtstoff

Dämmschicht nichtbrennbar

Schmelzpunkt ≥ 1.000 °C
Rohdichte ≥ 30kg/m3

F 90 bzw. EI 90 ab Wanddicke ≥ 100 mm und Wanddicke 70 mm mit beidseitig 10 mm Putz; sonst F 60 bzw. EI 60

Anschlüsse an Wohnungstrennwand
Grafik - Tabelle 4 / Planung / Bauphysikalische Anforderungen / Brandschutz.

Gelenkig gehalten

durch Mauerwerksanker und nachgiebiger Füllung mit Mineralfaserstreifen des Stumpfstoßanschlusses

Schalltechnisch weitestgehend entkoppelt

bei Einlage von z.B. Kork-, Mineralfaserstreifen, bzw. Streifen aus bitumenimprägnierter Wollfilzpappe2)

Schalltechnisch dicht

mit beidseitigem elastischem Fugendichtstoff

Dämmschicht nichtbrennbar

Schmelzpunkt ≥ 1.000 °C
Rohdichte ≥ 30kg/m3

 

F 90 bzw. EI 90 ab Wanddicke ≥ 100 mm und Wanddicke 70 mm mit beidseitig 10 mm Putz; sonst F 60 bzw. EI  60

1) Die Klassifizierung des Wandanschlusses entspricht der Klassifizierung der Wand, wenn die angegebenen Bedingungen eingehalten werden. Nicht tragende raumabschließende
Wände nach DIN 4102: F (X) bzw. nach DIN EN 13501-2: EI (X)
2) Der Putz ist bei entkoppelten Anschlüssen mit einem Kellenschnitt zu trennen und nachträglich z.B. mit Acryl zu schließen.

Obere Wandanschlüsse für nicht tragende Innenwände unter Berücksichtigung von Statik, Brand- und Schallschutz

 

Anschlussdetail Fuge ≤ 30 mm

StatikSchallschutzBrandschutz1)
Grafik - Tabelle 2.1 / Planung / Bauphysikalische Anforderungen / Brandschutz.

Oberer Rand nicht gehalten

die Wand ist 3-seitig zu halten

Schalltechnisch entkoppelt und dicht

mit beidseitigem Fugendichtstoff

Dämmschicht in nicht brennbar

Schmelzpunkt ≥ 1.000 °C
Rohdichte ≥ 30kg/m3

F 90 bzw. EI 90 ab Wanddicke ≥ 100 mm und Wanddicke 70 mm mit beidseitig 10 mm Putz; sonst F 60 bzw. EI 60

Die Fugen müssen dicht ausgestopft werden. Für F 30 mind. 50 mm; für F 60 min. 60 mm und für F 90 und "Brandwände" mind. 100 mm Breite der jeweiligen Wanddicke.

Grafik - Tabelle 2.2 / Planung / Bauphysikalische Anforderungen / Brandschutz.

Oberer Rand gehalten

die Wand kann 4-seitig bzw. 3-seitig sein, mit einem freien vertikalen Rand

Schalltechnisch entkoppelt und nicht dicht

Als trennendes Bauteil nur geeignet mit zusätzlichem Fugendichtstoff in der Anschlussfuge

Dämmschicht in nichtbrennbar

Schmelzpunkt ≥ 1.000 °C
Rohdichte ≥ 30kg/m3

F 90 bzw. EI 90 ab Wanddicke ≥ 100 mm und Wanddicke 70 mm mit beidseitig 10 mm Putz; sonst F 60 bzw. EI 60

Grafik - Tabelle 2.3 / Planung / Bauphysikalische Anforderungen / Brandschutz.

Oberer Rand gehalten

die Wand kann 4-seitig bzw. 3-seitig gehalten sein, mit einem freien vertikalen Rand

Schallteschnisch entkoppelt und dicht

mit beidseitigem Fugendichtstoff

Dämmschicht nichtbrennbar

Schmelzpunkt ≥ 1.000 °C
Rohdichte ≥ 30kg/m3

F 90 bzw. EI 90 ab Wanddicke ≥ 100 mm und Wanddicke 70 mm mit beidseitig 10 mm Putz; sonst F 60 bzw. EI 60

Grafik - Tabelle 2.4 / Planung / Bauphysikalische Anforderungen / Brandschutz.

Oberer Rand gehalten

mit Auflast infolge Kriechen und Schwinden der Stahlbetondecke2)

die Wand kann 4-seitig bzw. 3-seitig gehalten sein, mit einem freien vertikalen Rand

Anschlussfuge vollständig durch NM II, Leichtmörtel oder Putz ausgefüllt.

Schalltechnisch biegesteif und dicht

Bei Wänden mit Schalllschutzanforderungen sollte diese Ausfühungsvariante gewählt werden. 

F 90 bzw. EI 90 ab Wanddicke ≥ 100 mm und Wanddicke 70 mm mit beidseitig 10 mm Putz; sonst F 60 bzw. EI 60
1) Nicht tragende raumabschließende Wände nach DIN 4102: F (X) bzw. nach DIN EN 13501-2: EI (X)
2) Bei Wandlängen > 5 m sollte dieser Anschluss mit dem Tragwerksplaner abgestimmt werden.
Empfehlungen für die Ausführung von nicht tragenden Innenwänden:
● Wände grundsätzlich auf eine Trennschicht (z.B. Bitumenpappe, PE-Folie, o.Ä.) stellen
● Seitliche Anschlüsse an Treppenhaus- und Wohnungstrennwände akustisch entkoppelt ausführen, wenn die flächenbezogene Masse der nicht tragenden Trennwände < 200 kg/m² beträgt
● Seitliche Anschlüsse untereinander vermörtelt, schalltechnisch biegesteif (kraftschlüssig) ausführen
● Bei kraftschlüssiger Ausführung der oberen Anschlussfuge ist Mörtel geringer Festigkeit (z.B. Leichtmörtel oder Putz) zu wählen.


Weitere Informationen:

Statik

Planung Mauerwerk

Gestaltung